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Wenn Psalmen verjazzt werden

Das Duo Zia verzauberte die Zuhörer. Stellen Sie sich bitte vor, Sie finden an einem kalten Januartag den Weg in die Martin-Luther-Kirche.
Es sitzen schon ein paar Gemeindemitglieder in den verschiedenen Reihen. Der Pastor stelle das Duo Zia aus Berlin vor. Schnell verschwindet Herr Christian Grosch, der Orgelspieler auf der Empore. Herr Marcus Rust stimmt mit seinem Flügelhorn die ersten Töne noch im Altarraum an und findet dann auch den Weg auf die Empore. Und die Zuhörer – ihnen bleibt der regungslose Blick nach vorne in die Leere. Leise schleicht sich von hinten ein raumfüllender Klang von der noch leisen Orgel und dem zart ertönenden Horn an. Wie eine dichte Wolke werden die Menschen von den Tönen umhüllt – man vergisst ganz zu applaudieren.
„Uns ist daran gelegen, die unterschiedlichen musikalischen Hintergründe auf eine Weise zu kombinieren, in dem sich alle Genre zu einem eigenen Klang ergänzen. Der Name Zia kommt aus dem Indianischen und bedeutet: Unbekannte Sprache“ erklärt Herr Grosch und moderiert jedes Stück an, um die Zuhörer mitzunehmen auf eine musikalische Sprachreise durch verschiedene Kulturen und Zeitalter.
Die Verbindung von ethnischer Musik mit Jazz und Improvisation erfüllten das Kirchenschiff. Mit zunehmender Geschwindigkeit kehrt auch wieder die Lebendigkeit zurück in die Zuhörer. Der wunderbar erfüllende Choral: „Auf und macht die Herzen weit“ tut seine Wirkung und bringt die Zuhörer zurück in das Hier und Jetzt. Das abschließende Halleluja begleitet die begeisterten Zuhörer auf ihrem Weg nach Hause. Vielen Dank für diesen wunderbar eindrucksvollen Hörgenuss!

Auch die LZ berichtete begeistert über dieses Konzert