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„Orgel wird in Einzelteile zerlegt“

Dieser Artikel stand am 30. April in der Lippischen Landeszeitung.

Orgelrenovierung bald abgeschlossen

Seit rund anderthalb Jahren stand das Projekt „Orgelrenovierung“ bei uns auf dem Plan.  Ausschreibung, Auftragsvergabe, begleitende Aktionen wie die schönen Orgelkonzerte schon im letzten jähr 2019 – das alles mündete nun in die eigentliche Arbeit, die für uns durch die Orgelbaufirma Kampherm aus Verl erledigt werden.
896 Pfeifen hat unser Instrument;  die kleinsten aus Metall, bleistiftdünn und nur 12 cm lang, die größten aus Holz, fast 20 cm „dick“ und mehr als 2,5 m lang.  Jede einzelne wurde ausgebaut und genau überprüft, gereinigt, nötigenfalls ausgebessert und repariert.  Die gesamte, beeindruckende Orgelmechanik wurde sorgfältig gereinigt und gerichtet, schadhafte Holzteile wurden ersetzt, unzählige Filzdämpfer und Metallfedern ausgetauscht, und das Ganze neu „justiert“.  Es soll nichts mehr klappern oder klemmen.  Ein Register wurde ganz umgebaut;  dadurch wird er Gesamtklang noch harmonischer und runder werden.  Am Schluß kommt die Fein-Stimmung aller Pfeifen, eine aufwendige Hör-Arbeit!
Einige Fotos geben einen Eindruck vom Ganzen.  Mit welcher Ruhe und Geduld die beiden Handwerker, Orgelbaumeister Friedrich Kampherm und sein Mitarbeiter Markus Wolf, vorgehen, ist toll.
Und wir dürfen uns darauf freuen, Mitte / Ende Mai eine „neue“ alte Orgel hören zu können.


Die Luft wird über Schläuche in den sog. „Windkasten“ gedrückt; der ist zunächst über eine Art Ventil, die sog. „Schleife“, geschlossen.  Wird ein bestimmtes Register gezogen, öffnet sich dieses Ventil.  Beim Drücken einer bestimmten Taste bekommt die jeweilige Pfeife Luft und erzeugt damit ihren Ton.
Rechts sind die Rastbretter und darunter die Pfeifenstöcke zu sehen.

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Kirchenmusikerstelle zu besetzen!

Die bisher durch mehrere Personen verantworteten und geleiteten Bereiche der Kirchenmusik in unserer Gemeinde sollen zukünftig in einer Stelle zusammengefaßt werden.  Wir sind zwar eine zahlenmäßig kleine Gemeinde, aber die Kirchenmusik liegt uns am Herzen.  Sie ist Ausdruck eines lebendigen, in der Gemeinschaft miteinander „geübten“ und geteilten Glaubens – in Chorstunden, Gottesdiensten, bei Gemeindefesten.  Sie macht Jungen und Alten Spaß, tut Leib und Seele gut, ist herausfordernd (- ohne Übe-Fleiß kein Preis! -), tröstlich, beglückend.
Der Kirchenvorstand hat nach langer Beratung den Beschluss gefaßt, eine entsprechend bewertete Stelle (mit 50 % Umfang) auszuschreiben;  das ist auch in finanzieller Hinsicht eine ambitionierte Sache.  Durch die Kombination mit einem Zusatzauftrag im Rahmen eines von der Landeskirche  geförderten Projekts „Singen mit Kindern.  Arbeit in den Kitas“ (weitere 50 %) ergibt sich eine unserer Meinung nach attraktive Stelle.
Die Ausschreibung ist zum 1. April 2020 erfolgt;  den Anzeigentext finden Sie hier.
Ob sich die Stellenbesetzung so durchführen läßt wie geplant, ist zur Zeit leider völlig unsicher;  wir wissen heute nicht, ob die wegen der Coronakrise geltenden Maßnahmen (Versammlungsverbote usw.) an den für die Vorstellungsgespräche und praktischen Vorstellungen (mit Chorproben und Orgelspiel) anvisierten Terminen bereits wieder aufgehoben oder noch gültig sein werden.  Es werden sich ggf. Absprachen und Ersatztermine finden lassen.

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Neues aus Togo – auch ein herzliches „Dankeschön!“

Nachdem ich eineinhalb Jahre gewartet hatte, war es im Februar endlich so weit: Ich konnte meine Semesterferien dafür nutzen, nach Togo zurück zu kehren.  Im März und April 2019 habe ich vier lange und trotzdem viel zu kurze Wochen in „ma deuxième patrie“ (meiner zweiten Heimat) verbracht.

Es war sehr schön, meine Familie, Freunde und Gastgeschwister wiederzusehen. Manchmal war es so, als wäre ich nie weg gewesen: nach einem Tag waren meine Ewe-Kenntnisse wieder da, auf dem Markt habe ich bei den gleichen Leuten eingekauft, ich habe wieder in meinen beiden Chören mitgesungen und meiner „Maman“ beim Kochen geholfen. Dass ich trotzdem mehr als ein Jahr nicht da gewesen bin, habe ich besonders an meinen kleinen Geschwistern gemerkt: sie sind unglaublich groß geworden, lernen wahnsinnig schnell Französisch und sind nun alle in der Schule und im Kindergarten… Auch an die Hitze musste ich mich noch einmal gewöhnen. Zum Glück hat aber nach meiner Ankunft in Togo die Regenzeit angefangen, sodass ich nicht nur manchmal etwas angenehmerer Temperaturen, sondern auch den ersten Regen dieses Jahrs miterleben durfte.

Besonders schön war auch das Wiedersehen in der Schule, dem Collège Protestant de Notsè (CPN). Seit diesem Schuljahr gibt es einen neuen Schulleiter, und auch im Kollegium gab es in meiner Abwesenheit einige Wechsel. Das habe ich aber als positiv erlebt, da die neuen, jungen Lehrer auch neue Ideen für den Unterricht und die außerschulischen Gruppen mitbringen. So gibt es seit Neuestem einen Debattierclub, der Literaturclub wurde auf zwei Jahrgänge ausgeweitet und die Schulfußballmannschaft trainiert nun ernsthaft unter der Aufsicht eines Lehrers. Aber auch einige andere Dinge haben sich verändert: In diesem Jahr macht der erste Jahrgang des CPN sein Abitur, was neben den Abiturvorbereitungen und -Prüfungen auch bedeutet, dass es nun erstmals alle Jahrgänge an der Schule gibt. Mit ca. 800 SchülerInnen ist das Collège noch eine kleine Schule; da es aber immer noch zu wenig Gebäude gibt, ist es ganz gut, dass die Schülerzahlen noch nicht, wie in anderen Schulen Notsès, auf 2000 angestiegen sind. In jeder Jahrgangsstufe gibt es weiterhin nur zwei Klassen, was ca. 50-60 SchülerInnen pro Klasse bedeutet. Die Raumsituation ist ebenfalls immer noch problematisch. Die zehn Klassenräume, die es zu meiner Zeit am CPN gab, wurden nur durch zwei weitere, behelfsmäßige Klassenzimmer erweitert, zwei weitere befinden sich aktuell im Bau. Richtig befestigt sind allerdings nur vier der insgesamt zwölf Räume, den anderen fehlen Wände, feste Fußböden und Fensteröffnungen. Die Klassen der 8. Jahrgangsstufe wurden aufgrund des Platzmangels ausgelagert; sie werden momentan in Gebäuden der Kirche in dem kirchlichen Zentrum „Ceproded“, wo ich auch gewohnt habe, unterrichtet.

SchülerInnen und Lehrer haben sich gefreut, dass ich wieder da war, und mir wurden stolz alle positiven Veränderungen gezeigt: die Bäume, die ich mitgepflanzt habe, sind nun über drei Meter groß, die Deutschklasse der Oberstufe, in deren Unterricht ich manchmal assistieren durfte, bereitet sich nun auf das Abitur vor und es gibt für die großen Schülerzahlen nun 51 neue Schulbänke, die durch die Spenden unserer Kirchengemeinde finanziert wurden.

Gemeinsam mit Maria, der momentanen Freiwilligen in Notsè, durfte ich wieder „meine“ Klassen unterrichten, am Unterricht anderer Lehrer teilnehmen und erneut die „Semaine culturelle“ (Woche der Kultur) erleben. Den Kindergarten, der sich mittlerweile in einem befestigten Gebäude befindet, habe ich auch besucht und der Tata (Erzieherin) wieder bei allen Aufgaben geholfen. Die meisten Kindergartenkinder aus meiner Zeit in Notsè sind nun allerdings Schulkinder, sodass ich nur ein paar der Kleinen kannte. Spaß hat es natürlich trotzdem gemacht.

Während meines Aufenthaltes in Togo habe ich viel Zeit in Notsè verbracht, da ich dort fast alle meiner Freunde und Bekannten habe und mich vor Einladungen kaum retten konnte. Eine kleine Reise habe ich allerdings doch unternommen, und diese stellt gleichsam den Höhepunkt meiner Wochen in Togo dar. Gemeinsam mit Kekeli, meinem früheren Chorleiter, und Essoninam, seiner Frau, sind Maria und ich für ein Wochenende in ein Dorf in den Bergen gefahren. Dort haben wir Kekelis Eltern besucht und ein für mich ganz besonderes Fest gefeiert: Die Taufe von Kekelis kleiner Tochter Nora Kafui. Ich habe während meines Togojahres nie eine Taufe miterlebt und fand es daher sehr spannend, nun eine erleben zu dürfen. Und nicht nur das, als Patentante für die kleine Nora war ich sogar direkt beteiligt! Im Anschluss gab es natürlich ein Fest, das ich mit meinem Lieblingsessen Fufu und viel Musik und Tanz sehr genossen habe.

 

Der Abschied nach den vier Wochen ist mir erneut nicht leichtgefallen. Aber als ich schweren Herzens mit Ananas, Yamswurzeln, Stoffen und Chilischoten bepackt ins Flugzeug gestiegen bin, wurde mir auch bewusst, dass ich natürlich wiederkommen werde. Und dafür gibt es, mit meiner Patentochter Nora, jetzt noch einen schönen Grund mehr.

Katharina Deppermann.

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Wenn Psalmen verjazzt werden

Das Duo Zia verzauberte die Zuhörer. Stellen Sie sich bitte vor, Sie finden an einem kalten Januartag den Weg in die Martin-Luther-Kirche.
Es sitzen schon ein paar Gemeindemitglieder in den verschiedenen Reihen. Der Pastor stelle das Duo Zia aus Berlin vor. Schnell verschwindet Herr Christian Grosch, der Orgelspieler auf der Empore. [Weiterlesen]

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Gottes Dienst – unsere Feier

„… zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN …“
(Psalm 27,4)

An jedem Sonntag und an jedem kirchlichen (evangelischen) Feiertag feiern wir in der Martin-Luther-Kirche Gottesdienst, …

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Tja, so soll es ein!  Und so kann es sein – endlich wieder! -, trotz anhaltender „Corona-Krise“.
Nach mehrwöchiger Pause dürfen wir in der Martin-Luther-Kirche wieder zusammenkommen, um Gottesdienst zu feiern.  Natürlich gibt es Regeln, an die wir uns dabei halten müssen;  der Kirchenvorstand hat dazu ein Hygienekonzept entwickelt, mit dem wir den Anforderungen gegenseitiger Rücksichtnahme entsprechen.
Es ist wichtig, daß sich alle an diese Vorgaben halten;  sie dienen unser aller Schutz!
1)  Beim Betreten und verlassen der Kirche ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
2)  Es steht ein Gerät zur Händedesinfektion bereit.
3)  Alle Gottesdienstbesucher werden namentlich registriert.
4)  In den Bänken ist mit zetteln markiert, wo Sie entsprechend der Abstandsregeln sitzen dü
rfen.
5)  Gemeinsames Singen ist (noch) nicht erlaubt;  das gemeinsame Sprechen von Psalm, Glaubensbekenntnis, Vaterunser aber schon.
6)  Am Ausgang wird eine Kollekte erhoben.

Falls Sie weiterhin vom Besuch des Gottesdienstes in der Kirche absehen (müssen?), gibt es nach wie vor gute Möglichkeiten, Andachten oder Gottesdienste zuhause sowohl „nur“ zu hören als auch zu sehen:  über die Medien (Radio, Fernsehen, Internet) werden verschiedene Formate angeboten.  

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Zuhause Gottesdienst feiern: Diözese Rottenburg Stuttgart

Wir sind froh, daß die Kollegen der lutherischen Gemeinden in Detmold eine weitere tolle Idee hatten, der wir uns anschließen: „Gottesdienste zum Selbermachen„.
Für jeden Sonntag werden komplette kurze Gottesdienstabläufe erstellt: orientiert an der bekannten Liturgie, mit Gebeten, Evangeliumstext, Liedvorschlägen, Segensworten, und dazu eine ausgearbeitete Kurzpredigt.  Die Texte stellen wir Ihnen als pdf-Dateien zur Verfügung, Sie können sie sich ausdrucken oder direkt vom Bildschirm ablesen. Die Predigt wird vom jeweiligen Verfasser eingelesen und als Audio-Datei zur Verfügung gestellt; um sie hören zu können, werden Sie auf die Seite der lutherischen Kirchengemeinde Detmold verlinkt.
Der jeweils neueste Gottesdienst – für den nächsten Sonntag – steht obenan;  ältere beitrage schieben sich nach unten.

Pfingstsonntag,  31. Mai 2020;  Pfr.
Pfingstsonntag – Liturgie
Pfingstsonntag – Predigtimpuls
Pfingstsonntag – Audio
Sonntag „Exaudi“,  24. Mai 2020;  Pfr. Frank Erichsmeier, Detmold:
Exaudi – Liturgie
Exaudi – Predigtimpuls
Exaudi – Audio
Christi Himmelfahrt,  21. Mai 2020;  Pfr. Lars Kirchhof, Detmold:
Himmelfahrt – Liturgie
Himmelfahrt – Predigtimpuls
Himmelfahrt – Audio
Sonntag „Rogate“,  17. Mai 2020;  Pfr.  Björn Kruschke, Detmold-Hiddesen:
Rogate – Liturgie
Rogate – Predigtimpuls
Rogate – Audio
Sonntag „Kantate“, 10. Mai 2020;  Pfr. Frank Erichsmeier, Detmold:
Kantate – Liturgie
Kantate – Predigtimpuls
Kantate – Audio
Sonntag „Jubilate“, 03. Mai 2020;  Pfr. i.R. Herbert Grote:
Jubilate – Liturgie
Jubilate – Predigtimpuls
Jubilate – Audio
Sonntag „Misericordias Domino“, 26. April 2020;  Pfarrer Lars Kirchhof, Detmold:
Misericordias Domini – Liturgie
Misericordias Domini – Predigtimpuls
Misericordias Domini – Audio
Sonntag „Quasimodogeniti“, 19. April 2020;  Pfarrer Jörg Deppermann, Blomberg:
Quasimodogeniti – Liturgie
Quasimodogeniti – Predigtimpuls
Quasimodogeniti – Audio
Ostersonntag, 12. April 2020;  Pfarrerin Christa Willwacher-Bahr + Team, Detmold:
Ostersonntag – Liturgie
Ostersonntag – Predigtimpuls
Ostersonntag – Audio
Karfreitag, 10. April 2020;  Pfarrerin Christa Willwacher-Bahr + Team, Detmold:
Karfreitag – Liturgie
Karfreitag – Predigtimpuls 1: „Pieta in Anröchte“
Karfreitag – Predigtimpuls 2: „Pieta von Sieger Köder“
Karfreitag – Audio
Gründonnerstag, 09. April 2020;  Pfarrer Björn Kruschke + Team, Detmold:
Gründonnerstag – Liturgie
Gründonnerstag – „Nacht der verlöschenden Lichter“
Gründonnerstag – Audio
Sonntag „Palmarum“,  05. April 2020;  Pfarrer Frank Erichsmeier, Detmold:
Sonntag Palmarum – Liturgie
Sonntag Palmarum – Predigtimpuls
Sonntag Palmarum – Audio
Sonntag „Judika“,  29. März 2020;  Pfarrer Lars Kirchhoff, Detmold:
Sonntag Judoka – Liturgie
Sonntag Judoka – Predigtimpuls
Sonntag Judika – Audio
  
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Video-Andachten aus Blomberg am Karfreitag und am Ostersonntag
Mit technischer Hilfe von Bank Medien haben wir – die reformierte und die lutherische Kirchengemeinde – in der Klosterkirche sowohl für den Karfreitag als auch für den Ostersonntag je eine kurze Videoandacht aufgenommen.

Zum Karfreitag spricht Pastor Jörg Deppermann aus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Blomberg,
Die Orgel in der Klosterkirche spielt Anastasiia Yuschenko.
Ab 6 Uhr morgens ist dieses Video zu sehen auf dem Kanal von Blomberg-TV; klicken Sie hier.

Zum Ostersonntag spricht Pastor Hermann Donay aus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Blomberg.
Die Orgel in der Klosterkirche spielt Anastasiia Yuschenko.
Ab 6 Uhr morgens ist dieses Video zu sehen auf dem Kanal von Blomberg-TV;  klicken Sie hier.

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Und normalerweise ist es so:
An jedem Sonntag und an jedem kirchlichen (evangelischen) Feiertag feiern wir in der Martin-Luther-Kirche Gottesdienst, …
… an einigen Tagen oder zu besonderen Anlässen im Jahr auch an anderen Orten.  Während der Sommerferien z.B. rücken die reformierte und unsere Gemeinde näher zusammen, dann feiern wir wöchentlich abwechselnd in einer der Kirchen gemeinsam;  am Himmelfahrtstag gibt es bei gutem Wetter einen ökumenischen Stadtgottesdienst unter freiem Himmel im Schweigegarten, bei schlechtem Wetter in der nahegelegenen reformierten Klosterkirche;  dort finden auch der jährliche Abi-Gottesdienst oder der Festgottesdienst zum Auftakt des alle zwei Jahre stattfindenden Schützenfestes statt.

Unsere Gottesdienste beginnen in der Regel um 10.00 Uhr;  Ausnahmen gibt es selten, auf diese weisen wir allerdings immer ausdrücklich hin.  Einmal im Monat feiern wir das Heilige Abendmahl, Taufen entsprechend der Anmeldung durch die Eltern.
Der Ablauf des Gottesdienstes richtet sich nach der bei uns gültigen Ordnung;  die Gemeinde ist vielfältig aktiv beteiligt – nicht nur beim Singen, sondern auch sonst.  „Ungeübten“ Gottesdienstbesuchern mag das seltsam vorkommen, aber es entspricht der lutherischen liturgischen Tradition.  Damit dennoch alle mitfeiern können, ist unsere Ordnung in jedem Gesangbuch vorne eingeklebt;  sie kann ausgeklappt werden, so dass jeder das Geschehen nachvollziehen und mitmachen kann.
Einmal im Monat laden wir im Anschluss an den Gottesdienst zum „Kirchkaffee“ ins Gemeindehaus direkt neben der Kirche ein;  eine schöne Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Hören.  Beten.  Singen.  Gesegnet weitergehen.

Martin Luther hat in seiner Predigt zur Einweihung der Schlosskirche in Torgau 1544 gesagt, worum es bei einem Gottesdienst geht, nämlich „dass nichts anderes darin geschehe, als dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort und wir umgekehrt mit ihm reden durch unser Gebet und Lobgesang.“  Es geht also um Wort und Antwort, ums Hören und Bedenken, um eine besondere Form der Kommunikation – besonders deswegen, weil sie unter dem Vorzeichen des Glaubens stattfindet, weil Gott und Mensch etwas miteinander zu tun haben (können/wollen/sollen).
Zu Beginn des Gottesdienstes heißt es: „Der Herr sei mit euch!“ – so wird die Gemeinde gegrüßt,
und zum Schluss: „Gehet hin im Frieden des Herrn!“, und dann folgt der Segenszuspruch – so wird sie verabschiedet.
Dazwischen kann das stattfinden, was manche als trostreich oder entlastend, andere als ermutigend oder kritisch-aufrüttelnd in einem guten Sinn empfinden;  für sich selbst, mit Blick auf die Mitmenschen, für die weite Welt.
Jeder Gottesdienstbesucher für sich, und doch auch alle in der Gemeinschaft der gerade Versammelten … sie vertrauen darauf (manchmal mit vielen Zweifeln gespickt, manchmal auch ganz fest), dass Gott mit ihnen durchs Leben geht: barmherzig, geduldig, treu.  ER, den wir bekennen als den Schöpfer, den Erlöser, den Versöhner – Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Ist das wichtig?  Aber ja, und ist keinesfalls etwas, das „nur“ die Kirche angeht!
Eine Gemeinsame Erklärung der Kirchen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (!) in NRW wies in einer Gemeinsamen Erklärung unter dem Motto „Sonntag – ein Gewinn, der bleibt“ auf „den notwendigen Erhalt des Rhythmus von Alltag und Sonntag“ hin und warnte vor „einer Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft.  Der Sonntag weist zeichenhaft auf die Fülle des Lebens hin, die in jedem Gottesdienst gefeiert wird.  Leben ist mehr als kaufen und verkaufen, produzieren und konsumieren, leisten und schuften.“
Die „Fülle des Lebens“, von der hier die Rede ist, meint tatsächlich alle möglichen Erfahrungen:  Glück und Unglück, Gelingen und Misslingen, Streit und Frieden, Mangel und Fülle, Angst und Trost, Schuld und Vergebung, Einsamkeit und Geborgenheit; sie meint Dich und mich … und Gott.  Auch die „Wendepunkte“ im Leben eines Menschen mit ihren jeweiligen Gefühlslagen gehören dazu:  Geburt (Taufe), Erwachsenwerden (Konfirmation), Liebe (Trauung) und Tod (Beerdigung).
Dieses alles darf in einem besonderen, ebenso alten wie immer noch geschätzten „Format“, eben: im Gottesdienst, seinen Ort und seine Zeit finden.

Viermal im Jahr feiern wir nicht am Sonntagmorgen, sondern am Sonntagabend um 18.00 Uhr einen „Akzente-Gottesdienst“.  Der wird von einem Team vorbereitet, hat eine andere Ordnung und Struktur, gibt Anspielen oder Aktionen Raum, läßt Gespräche zu, … ist nicht nur etwas für „Ausgeschlafene“.

Für die Kinder bis zum Konfirmandenalter feiern wir regelmäßig Kindergottesdienst;  dazu hier mehr.

Dankbar sind wir dafür, dass der Posaunenchor einmal im Monat den Gottesdienst musikalisch prägt;  etwa achtmal im Jahr ist der Chor „im Dienst“.

Falls Sie selbst sich aktiv(er) einbringen wollen, melden Sie sich gern bei uns.
Auch für Anregungen und Kritik sind wir offen, sprechen Sie uns an.
Hier finden Sie Kontakt übers Gemeindebüro oder direkt zu Pfr. Deppermann.

 

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Beerdigung: Wenn wir Abschied nehmen.

Schritte auf dem Weg der Trauer

Es ist eine schlichte, unausweichliche Tatsache, dass jeder Mensch, der geboren wird, auch sterben muss.
So sehr wir uns über die Geburt eines Kindes freuen mögen und ihm gern ein behütetes, glückliches Leben wünschen, so sehr macht uns der Tod eines geliebten Menschen traurig und tut weh.  Erinnerungen an den Verstorbenen bleiben uns, aber er selbst fehlt.
Die Hinterbliebenen – Partner, Familien, Freunde, Nachbarn – müssen Abschied nehmen.  Dazu gehört es, den Verstorbenen in einem Sarg (oder seine Asche in einer Urne) auf dem Friedhof zu beerdigen.
Viele der praktischen Aufgaben, die damit zusammenhängen, übernimmt ein Bestattungsunternehmen;  dazu gehören auch solche Dinge, die mit der Stadt, bei Versicherungen, Krankenkassen u.a. geregelt werden müssen.  Für die Durchführung des Trauergottesdienstes ist der Gemeindepfarrer zuständig.  Wichtige Absprachen, z.B. zu Ort und Zeit der Beerdigung, werden gemeinsam getroffen.

Man kann sagen, dass die Beerdigung ein Liebesdienst an dem Verstorbenen und ein Trostamt für die Hinterbliebenen ist.
Im Trauergottesdienst haben beide: Klage und Dank, Zweifel und Glaubensgewissheit, Schweigen und Gesang ihren Platz.  Das Leben des Verstorbenen kommt ebenso zur Sprache wie die Bedeutung des Glaubens an die ewige Treue und Barmherzigkeit Gottes.  Bibelworte werden erinnert und ausgelegt, das Geschenk des Lebens ebenso bedacht wie die Hoffnung auf eine Bewahrung des Menschen durch Gott über den Tod hinaus.
Am Grab mag es unser Gebet sein, nicht mehr und nicht weniger:
„Wir geben diesen Menschen aus den Händen.  
Wir legen ihn in die Erde, und also in deine Hände, lebendiger Gott.  
Sei ihm gnädig.  Und sei unser Trost und Frieden.“

 

Auch das kommt vor: Jemand möchte vorab über seine Beerdigung sprechen, möchte sich Gedanken über Bibelwort und Lieder machen, die Gestaltung der Trauerfeier besprechen.
Was auch immer – nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 

 

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Seelsorge: Besuche und mehr

Für jemanden da sein dort, „wo er wirklich ist“ …

In der Kirche Jesu Christi, auch in unserer Gemeinde, gehört es dazu, füreinander einzustehen. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, hat Jesus gesagt (Markus 12,31; vgl. 3. Mose 19,18) und damit
schon zu seiner Zeit an ein Gebot erinnert, das immer wieder und bis heute außer Acht gelassen, vergessen oder auch verdrängt wird. Für den Mitmenschen da zu sein, ist aber ein Akt christlicher Nächstenliebe, ja sogar Kennzeichen und „Wesensäußerung“ der Kirche in dieser Welt.  Solche Seelsorge geschieht an vielen Orten und – wenn nötig – zu jeder Zeit: in Krankenhäusern, Heimen, Gefängnissen, an Schulen oder Arbeitsplätzen, in besonderen Notfällen, komplett anonym übers Telefon;  es gibt Beratungsstellen, besonders ausgebildete und geschulte Fachleute.

Zu den Aufgaben der Gemeindepfarrer vor Ort gehört die Seelsorge ebenfalls. In Gesprächen an besonders markanten Stellen des Lebens (eher beglückend: bei Taufen oder Hochzeiten;  in der Regel traurig: im Zusammenhang mit Beerdigungen) findet solche Seelsorge oft statt.  Aber auch wer sozusagen „mitten im Leben“ steht, mag sich mit besonderen Fragen oder Zweifeln auseinandersetzen und dazu den Seelsorger um ein Gespräch bitten.
Bei all diesen Gelegenheiten ist es wichtig, darum zu wissen, dass es eine Verschwiegenheitspflicht gibt; was z.B. dem Pfarrer unter vier Augen anvertraut wird, wird auch absolut vertraulich behandelt – es besteht das sog. „Seelsorgegeheimnis“.
Pfr. Deppermann ist gern für Sie da.  Kontakt

Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden keine Informationen z.B. über den Krankenhausaufenthalt eines Gemeindemitglieds an uns weitergeleitet.  Auch sind Pfarrer oder Gemeindesekretärin – etwas salopp formuliert – nicht „allwissend“ …, und somit auf Ihre Information angewiesen. Darum unsere herzliche Bitte: Teilen Sie uns Ihren Wunsch, den Ihres Angehörigen oder Nachbarn, mit, wenn Sie besucht werden möchten! Auch die Feier des Abendmahls bei Ihnen zuhause ist selbstverständlich möglich.  Kontakt

In unserer Gemeinde gibt es seit vielen Jahren einen Besuchsdienstkreis; er besteht zur Zeit aus vier Personen.  Seit Februar 2019 werden alle Gemeindemitglieder besucht, die das 80. oder jedes weitere Lebensjahr vollendet haben.  Auf diesem Wege möchten wir Ihnen zeigen, dass Sie uns wichtig sind!  Falls Sie keinen Besuch wünschen, geben Sie uns bitte Bescheid.
Hinweis in dem Zusammenhang:  Im Gemeindebrief veröffentlichen wir gerne die Namen und Geburtstage unserer Gemeindemitglieder ab 70 Jahre. Das ist uns allerdings nur dann erlaubt, wenn uns Ihre ausdrückliche, schriftliche Erlaubnis dazu vorliegt. Das dafür benötigte Formular finden Sie hier. Drucken Sie es sich bitte aus und geben es uns ausgefüllt im Gemeindebüro (Paulsenstraße 7, 32825 Blomberg) ab, spätestens vier Wochen vor Erscheinen des BLICKPUNKTs, in dem Ihr Geburtstag stehen wird. Vielen Dank für Ihre Hilfe!