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Konfirmation: Es mit Gott versuchen – überleg doch mal!

Im Laufe des Lebens gibt es viele Anlässe, ein Fest zu feiern.  Geburtstage, die Einschulung, die bestandene Führerscheinprüfung, irgendein Jubiläum, den mühsam erkämpften Sieg in einer bestimmten Sportart … oder:  die Konfirmation!
Die Tatsache, dass seit etlichen Jahrhunderten in unserer Kirche meistens (kleine) Kinder getauft werden – ganz selten Erwachsene -, hat zur Einführung der Konfirmation geführt.  Der sogenannte „Kirchliche Unterricht“ (Katechumenen- und Konfirmandenstunde) ist dabei nichts anderes als eine Hilfe für die Kinder / Jugendlichen, sich mit ihren eigenen Gedanken und Fragen über „Gott und die Welt“ zu beschäftigen.
Wer bin ich?  Wie stelle ich mir mein Leben vor?  Was möchte ich erreichen, wofür kann ich mich einsetzen?  Wovor habe ich Angst?  
Was bedeutet Vertrauen?  Gibt es Gott?  
Was ist mit dem Unrecht und Leid in der Welt?
Muss ich mich an Regeln halten … an welche denn?
Frieden und Gerechtigkeit – mehr als ein Traum?!  

Wenn Jesus neben mir säße, dann …
Was heißt „Nachfolge“?
Gottesdienst feiern, beten, zur Kirche gehören.  Wie kann und möchte ich glauben?  
Das Kennenlernen biblischer Texte, die eigene Auseinandersetzung mit ihnen und auch mit anderen wichtigen Zeugnissen des christlichen Glaubens gehören natürlich zum Unterricht dazu;  ebenso die Aufgabe, manches davon auswendig zu lernen.  

Der Kirchliche Unterricht dauert in unserer Gemeinde etwas mehr als anderthalb Jahre;  er beginnt im September des einen und endet im April/Mai des übernächsten Jahres.
Zum Unterricht eingeladen werden immer alle Kinder aus den Familien unserer Gemeinde, die zu Beginn des Unterrichts mindestens 11 Jahre alt sind; selbstverständlich sind auch bis dahin nicht getaufte Kinder herzlich willkommen.  Zwei Freizeiten der jeweiligen Gruppen runden das Programm ab.
Die Konfirmation selbst feiern wir immer am 3. Sonntag nach Ostern;  dieser Sonntag trägt den Namen „Jubilate“ – Freuet euch!  Und so soll es ja auch sein.

Das Wort „Konfirmation“ bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie Befestigung, Zustimmung, Verankerung.  Die Jugendlichen sprechen nun ihr eigenes (Glaubens-) Bekenntnis und sagen damit „Ja!“ zu der Einladung Gottes, mit ihm durch ihr weiteres Leben zu gehen – seinem Wort und seiner Freundschaft vertrauend.  Dazu werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden gesegnet, was für sie selbst und in besonderer Weise für die Eltern ein wichtiges Zeichen ist.  Die Jugendlichen nabeln sich nach und nach ab, werden immer selbständiger … wie gut ist es, auf Schutz und Begleitung durch Gott hoffen zu können.

Ja, es ist in jedem Jahr ein schönes, berührendes und fröhliches Fest!